Cheesecake in a Jar

Ich bin kein großer Freund von Kuchen und backe eher selten bis gar nicht. Aber ich bin ein riesen Fan von klassischem New York Cheesecake und wollte schon immer mal ausprobieren einen zu machen. Wer meine andere Blogposts kennt weiß vielleicht dass ich außerdem ein großer Anhänger des „In-a-jar“-Konzepts bin. Und inzwischen gibt es ja auch wirklich alles in a jar, natürlich auch diverse Cheesecakes. Die meisten Rezepte dafür sind jedoch auf englisch mit amerikanischen Zutaten und Maßen, sodaß ich hier einfach mal kurz schreibe wie ich das angepasst habe. Die Mini-Cheesecakes sind sehr gut geworden und ich bekam zahlreiche Komplimente.

FullSizeRender  IMG_1613

Als Vorlage diente mir dieses Rezept.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, nur Ober/Unterhitze, keine Umluft!

Die amerikanische Rezepte werden immer mit Graham Cracker gemacht, die es in Deutschland selten bis gar nicht gibt, also hab ich das mit russischen Keksen mit Kondensmilchgeschmack (Selga) substituiert, die es bei uns im Supermarkt gab. Butterkeks geht auch, sowie sicherlich noch andere Kekssorten, probiert einfach ein bisschen aus und schreibt mir ruhig was ihr benutzt habt.

1 kleine Packung Kekse sehr klein bröseln. (Entweder mit nem Mixer oder z.B. im Gefrierbeutel mit Hammer o.ä.)
ca. 80g zerlassene Butter einrühren (darf nicht zu feuchtklebrig, aber auch nicht zu bröselig sein)

Die Masse in kleine feuerfeste Gläser/Schälchen geben und am Boden festdrücken. (Ich hab ne zeitlang GÜ Gläser gesammelt, die man auf dem Bild sieht, in die habe ich pro Glas einen gehäuften Esslöffel Keksbrösel gefüllt.)

Die Gläser auf dem Rost in den Ofen schieben und ca 7-10 Minuten backen. Sie sollten gebräunt aber nicht verbrannt sein.

In der Zwischenzeit die Käsemasse zubereiten:

ca. 525g Doppelrahmfrischkäse (3 Packungen Philadelphia)
160g Zucker
4 Eier (Größe M-L)
ca 300g Schmand
Zest einer Zitrone
evtl noch Zitronenaroma

Mit einem Rührgerät (oder halt per Hand) zunächst Frischkäse und Zucker gut verquirlen. Eier zugeben, immer eins nach dem anderen und verquirlen. Schmand unterrühren. Zest einer Zitrone unterrühren. Wer es zitroniger mag kann zwei Zitronen nehmen oder evtl noch Zitronenaroma hinzufügen.

ca 1-1,5 l Wasser zum kochen bringen.

Die Käsemasse in die Gläser füllen, oben ca 1 Finger breit Platz lassen; die Käsemasse geht noch auf. Die Gläser auf ein tiefes Backblech stellen. Das kochende Wasser in das Backblech gießen, die Gläser sollten mindestens zu 1/3 im Wasser stehen. Backblech vorsichtig in den Ofen schieben, 20-25 Min backen.

Herausnehmen, zunächst draussen abkühlen lassen, dann mindestens für 5 Stunden in den Kühlschrank. Nach belieben garnieren, mit Früchten, Schokostreuseln etc.

Advertisements

Cookies in a jar

Regelmäßig stöbere ich in amerikanischen Foodblogs und bin dadurch schon auf viele spannende Ideen gestoßen. Als ich nach einem Geburtstagsgeschenk für meine Schwester suchte (die alles hat, aber genauso wenig backen kann wie ich) entschloss ich mich mal „Cookies in a jar“ zu adaptieren. Die Idee dahinter ist alle trockenen Zutaten hübsch in einem Glas übereinander zu schichten. Um die Kekse zu backen wird einfach der gesamte Inhalt des Glases in eine Schüssel gegeben, mit Butter und Ei vermengt, zu Kugeln geformt und gebacken. Es ist wirklich Idiotensicher!

Es gibt schon viele Rezepte dafür online, allerdings alle für amerikanische „Mason Jar“ Gläser. Die Kapazität stimmt mit den deutschen Gläsern nicht genau überein, also musste ich die Menge anpassen. Zunächst habe ich einen ganzen Tag mit @zersplittert in der Küche gestanden und alle möglichen Grundrezepte in kleinen Mengen getestet. Mein Sohn durfte ca. alle halbe Stunde einen Keks Probe essen und war entzückt *g. Eigentlich schmeckten alle Mischungen, die wir zusammen warfen. Wir rechneten dann die besten Grundrezepte für 750ml Gläser um. (z.B. Gurkensticks-Gläser von Aldi etc.) Hier eine Fotocollage vom Probebacktag.

 

Bild

Vier Backmischungen schichtete ich für meine Schwester, versah die Gläser mit Stoffdeckchen am Deckel und druckte Labels und Anleitung aus. Sie sahen so toll aus, dass meine Schwester zunächst gar nicht mitbekam dass ich die selbstgemacht hatte …

Bild

 

Und hier sind die Rezepte zu den oben abgebildeten Gläsern. Achtet darauf schön abwechselnd zu schichten, die Reihenfolge ist im Prinzip völlig egal.

Macadamia-Schoko

  • 70g Haferflocken
  • 75g brauner Zucker
  • 65g weißer Zucker
  • 40g gehackte Macadamia Nüsse
  • 100g kleine Schokolinsen
  • 110g Mehl vermischt mit
  • 1 gehäufter Teelöffel Backpulver
  • 1 gehäufter Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz

Schokolade-Minze

  • 110g brauner Zucker
  • 70g weißer Zucker
  • 15g Kakaopulver
  • 150g kleingehackte After-Eight Sticks
  • 150g Mehl vermischt mit 
  • 2 gestr. Teelöffel Backpulver
  • 2 gestr. Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz

Zitrone-weisse Schokolade

  • 80g brauner Zucker
  • 150g weiße Schokoladen Drops (oder kleingehackte weiße Schokolade)
  • 60g Mandelsplitter
  • 20g weißer Zucker vermischt mit
  • 50g Paradies-Creme Zitrone und
  • 1 gehäufter Teelöffel Citro-Back
  • 150g Mehl vermischt mit 
  • 1 gehäuftem Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz 

Schoko-Kirsch

  • 80g brauner Zucker
  • 20g weißer Zucker vermischt mit
  • 100g Kirschpuddingpulver
  • 70g getrocknete Kirschen
  • 150g Chocolate Chips (oder kleingehackte Schokolade)
  • 150g Mehl vermischt mit
  • 1 gehäuftem Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz

Zur Zubereitung wird pro Mischung zunächst 60g geschmolzene Butter mit den Zutaten verrührt und dann noch ein verquirltes Ei. Der Teig sollte zum Schluß am besten mit den Händen gut durchgeknetet werden. Sollte der Teig zu klebrig sein, kann ohne bedenken etwas mehr Mehl zugefügt werden. Der Backofen wird auf 180 Grad vorgeheizt. Den Teig zu etwa Walnussgroßen Kugeln formen und mit reichlich Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 10 Minuten backen. Die Kekse verlaufen stark (die mit den Haferflocken deutlich weniger). Nach 10 Minuten wirken die Kekse noch als seien sie längst nicht fertig, draußen härten sie aber noch nach. Wenn man sich traut sie rechtzeitig herauszunehmen bleiben sie schön weich und klebrig wie perfekte amerikanische Cookies. 

Bild

Die Backmischungen sind fast beliebig anpassbar so lange ihr die Mengenangaben beachtet. Also z.B. einfach Kirschen gegen Cranberries austauschen, die Nüsse untereinander, statt Nüsse Schokolade nehmen etc. Insgesamt sind oben drei verschiedene Rezepte zu finden: Schokolade-Minze = Grundrezept, Schoko-Macadamia = Grundrezept mit Haferflocken und die anderen beiden = Grundrezept mit Puddingpulver. 

Falls ihr Die Backmischungen genau so nach basteln und verschenken wollt, findet ihr hier auch die Aufkleber und Anhänger die ich dafür entworfen habe. 

BildBild

 

Über Anregungen und Kommentare oder Feedback wenn ihr meine Rezepte ausprobiert habt freue ich mich. Verlinkung ist ebenfalls gern gesehen.

Müsliriegel aus Resten

Es kommt immer mal wieder vor, dass ich für uns Müsli kaufe und das aber irgendwie keinem auf die normale Zubereitungsart (mit Milch oder Joghurt) schmecken will. Bisher habe ich mich oft „erbarmt“ und es trotzdem gegessen oder tatsächlich schlussendlich weggeworfen. Dieses Mal wollte ich versuchen etwas Neues daraus zu erschaffen. Dass ich recht schnell auf Müsliriegel kam, sollte nicht sonderlich verwundern. Ich fand einige Rezepte online unter den Suchbegriffen „Müsliriegel selbstgemacht“ oder „Granola Bar“ – las quer und entschied mich für eine Variation einer gebackenen Variante.

Backofen auf 160 Grad vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen und draussen bereitlegen

375g Zucker (ich nahm Rohrzucker) mit
150 g Honig im Topf unter ständigem Rühren erhitzen
150g Sahne dazugeben, aufkochen und die ganze Zeit weiterrühren

Insgesamt 1050g Trockenzeugs vermischen. Das bestand bei mir aus den Resten insgesamt 3 verschiedener Müslis und ca. 100g Sesam. (Alternativ lässt sich aber auch alles mögliche andere zusammen mischen: Getreideflocken, Nüsse, Trockenfrüchte, Kokosflocken, Sesam, Schokotröpfchen etc…)

Die Zuckermasse vom Herd nehmen und sorgfältig mit der Trockenmasse verrühren.
Die Masse glatt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. (Bei den o.a. Mengenangaben entsteht bei einem Backblech eines normalgroßen Herdes eine etwa daumendicke Masse.) Die Masse ruhig festdrücken! Ggf eine Lage Backpapier oben drauf legen und stärker pressen.

Für ca 20-30 Minuten in den Backofen geben. Es sollte angebräunt sein aber nicht zu dunkel.
Das Backblech draussen erkalten lassen. Anschließend in Stücke brechen oder schneiden und in einer verschlossenen Dose lagern.

Wer mag kann die Stücke natürlich noch mit Schokoladenüberzug verzieren.

Photos

Salatfazit

Vor einer Woche habe ich mein erstes „Salad in a jar“ Experiment gemacht, nachzulesen ist das hier.
Heute möchte ich meine Schlüsse ziehen.

1. die Salate halten richtig geschichtet wirklich eine Woche und bleiben frisch
2. immer etwas Gesundes sofort verzehrbar zur Verfügung zu haben ist toll
3. ich hab den ganzen Rest der Woche nicht mehr gekocht, mein Mann hat abends immer den Grill angeworfen und wir haben die verschiedenen Salate dazu gegessen. Zumindest während der Grillsaison sehr praktisch!
4. Meine Tochter ist sehr angetan und bat mich dies jetzt immer zu machen (mein Sohn war die Woche nicht da) und auch mein Mann war recht zufrieden.
5. Lediglich eine Salatzusammenstellung (von 8) war nicht lecker. Ich bin aber unsicher ob sie das frisch gewesen wäre. Es war die Rucola-Erdbeer-Avocado-Walnuss Mischung.
6. 24 Gläser für eine Woche bei drei Personen ist etwas übertrieben.

Ich werde es also wieder tun. Heute ist Samstag und somit Markttag und ich gehe gleich auf die Jagd. 😉

Smoothiehack

Man kennt das ja. Die Augen beim Einkaufen waren wieder größer als Magen bzw. Appetit der Familie und das schöne Obst droht schlecht zu werden. Oder die Ernte war größer als Marmeladengläser im Keller stehen. Wie auch immer, es ist viel Obst im Haus und keiner da der es rechtzeitig essen kann/will.

Vor einiger Zeit hatte ich mir bereits einen Mixer zugelegt, der auch mit härterem (bspw. Eiswürfel) klar kommt und hervorragende Smoothies macht. Auf diese Art und Weise hab ich schon einiges an frischem Obst an Mann und Kinder gebracht. Aber witzigerweise sind auch Smoothies nicht jederzeit gewünscht.

Glücklicherweise stieß ich mal wieder auf eine simple Idee (irgendein Blog aus den USA) die ich gleich mal ausprobierte.

Smoothie ganz normal pürieren, falls nicht unbedingt erforderlich keine extra Flüssigkeit zugeben, es darf gerne SEHR breiig sein. 
Den Inhalt des Mixers in eine Silikonmuffinform füllen (andere Formen gehen natürlich auch) und ab in den Gefrierer damit.

Nach spätestens einem Tag ist die Masse gefroren und kann aus der Form gelöst werden. Die einzelnen Portionen dann zusammen in eine Gefriertüte geben und zurück in den Gefrierer damit.

Wenn man dann Lust auf einen Smoothie hat, einfach eine oder mehrere Portionen aus dem Gefrierer in den Mixer geben und etwas Flüssigkeit dazu (Wasser oder Saft oder Milch), Mixer anstellen, fertig.

Smoothie

Salad in a jar

20130707-234205.jpg

In Amerika kann man schon fast wieder von Hype sprechen. Gab es vor ein paar Monaten nur vereinzelte Rezepte und Tipps zum Salat im Glas, ist das (englischsprachige) Netz inzwischen voll davon. Bei Interesse googelt man einfach mal nach „Mason Jar Salad“.
Ja, die Mason Jars … lange Zeit war die Abwesenheit dieser in Deutschland mein Hauptgrund mich NICHT am Glassalat zu versuchen. Mason Jars sind so viel hübscher als alles was ich in Deutschland finden konnte. Und die Optik ist nun mal die halbe Miete …

Nach vielen Recherchen und persönlichem Anschauen der bekannteren Marken wie z.B. Weck, Leifheit und Quattro Stagioni entschloss ich mich schlussendlich zunächst für die preisgünstigste Variante aus dem Supermarkt. Glücklicherweise ist ja gerade Einmachzeit. Für 4 Schraubdeckelgläser 750ml im Nullachtfuffzehn Design zahlte ich 3,99€.

Salat im Glas, was soll das überhaupt?

Wir sind hier 4 Personen, die alle gerne Salat essen. Und ab und zu essen wir zu unterschiedlichen Zeiten und sogar an verschiedenen Orten. Als ich das erste Mal Mason Jars mit Schichtsalat gefüllt sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Tolle Idee; ich mach einfach den Kühlschrank voll mit verschiedenen Gläsern und jeder nimmt sich was und wann er mag. Es ist gesund und sieht optisch auch noch verdammt ansprechend aus! Und er soll sich richtig geschichtet bis zu einer Woche halten!

Gestern war Markttag. Und ich war HOCHMOTIVIERT. Also kaufte ich Etliches frisch auf dem Markt, noch ein paar zusätzliche Dinge im Supermarkt und stürmte mein Küche.

Vorab hatte ich mir bereits grob Gedanken gemacht was für Salate ich so machen wollte. Genau nach Rezept arbeite ich in den wenigsten Fällen, aber inspirieren lasse ich mich immer gern 😉

Wichtig ist beim Einschichten in die Gläser nach einem bestimmten Schema vorzugehen, damit die Salate auch wirklich ein paar Tage knackig bleiben.

Eine sehr schöne Zeichnung was an welche Stelle gefüllt werden sollte findet sich hier.

Die erste Glasfüllung war ein Tomatensalat griechischer Art nach altem Familienrezept.

ca. 8 Mittelgroße Tomaten in mundgerechte Stückchen schneiden und in eine Schüssel geben. Pfeffern und salzen. Von einem Glas Peperoni (mild oder scharf je nach Gusto) etwas Lake dazugiessen, verrühren. Gleichmäßig auf den Boden dreier Einmachgläser verteilen, dabei vor allem darauf achten, dass die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt wird. Ein bis zwei Zwiebeln würfeln und auf die Tomaten schichten. Die Peperoni aus dem Glas kleinschneiden und auf die Zwiebeln schichten. Einige Scheiben Schafskäse reiben oder klein bröseln und als oberste Schicht einfüllen.

Und so sieht das ganze aus. Probiert haben wir diesen Salat heute auch schon. Sehr lecker, weil er so richtig schön durchgezogen war. Prädikat; glasgeeignet, mach ich wieder.

20130707-234644.jpg

Die zweite Füllung war ebenfalls ein Selbstgänger. Salat nach Caprese Art

Als unterste Schicht teilte ich reichlich Minitomaten im Ganzen auf die drei Gläser auf. Darauf goß ich eine Vinaigrette. (Balsamico, Olivenöl, Pfeffer, Salz). Darauf kam eine großzügige Schicht Basilikumblätter. Dann Mozzarella (klein geschnitten oder Minibällchen). Als oberste Schicht fügte ich noch frischen Spinat hinzu. (Ich verwende frischen Spinat schon seit einiger Zeit als Blatt-Salat Ersatz. Ist gesünder und schmeckt uns auch besser.)

Probiert haben wir diese Variante noch nicht, im Glas sieht es so aus.

20130707-235726.jpg

Der dritte Salat hatte es dann in sich. Rote Beete-Mango-Kichererbsen-Quinoa

Auf der Suche nach irgendeinem Salat mit Roter Beete stieß ich vor kurzem auf diesen Blogpost den ich unbedingt als Salad in a jar adaptieren wollte.

Ich hatte nur zwei frische Rote Beete (hätte gerne mehr sein können), die ich zunächst klein schnitt, mit einem hauch Olivenöl besprenkelte und im Backofen bei 180 Grad röstete. Zeitgleich bereitete ich auch die Kichererbsen vor. Die kleinen Scheisserchen brauchen ewig! aber bei mir im Schnellkochtopf „nur“ 45 Minuten.
Quinoa muss auch vorgekocht werden. (Quinoa findet man bspw. von Alnatura bei DM) Die Zubereitung ist total einfach und das Zeug hat mich vor einiger Zeit bereits von seiner Vielfältigkeit überzeugt. Wenn also all dieser Kram fertig gegaart und wieder abgekühlt ist muss nur noch geschichtet werden. Ich entschied dass die Kichererbsen am unempfindlichsten seien und nach unten müßten. Zusammen mit klassischer Balsamico-Vinaigrette. Darauf dann auch aus optischen Gründen eine Schicht Rote Beete, eine Schicht kleingehackte Minzblätter, Quinoa und ganz oben die kleingeschnittene Mango. (Ich hatte eine Mango für alle drei Gläser)

Ich hab diesen Salat heute schon probiert und bin sehr angetan. Beim nächsten Mal werde ich etwas mehr Rote Beete und etwas weniger Mango nehmen, aber ansonsten ein Gaumenschmaus!

20130708-001606.jpg

Der nächste Salat hat mir am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Ceasars Salat und was zum Geier sollte ich als unterste Schicht zum Dressing tun?
Ich hätte schwören können irgendwo schon mal ein Ceasars Salad in a jar im Netz gesehen zu haben, konnte den aber nicht mehr wiederfinden. Schlussendlich endschied ich mich marinierte Putenbrust zu braten und als erstes einzuschichten. Das Ceasars Dressing hab ich tatsächlich auch selbstgemacht. (150g Mayo, 75g Yoghurt, 3 EL Zitronensaft, geriebenen Parmesan, Pfeffer, Salz und 3 Zehen frisch gepreßten Knoblauch mit dem Stabmixer bearbeitet) Auf die Fleischschicht verteilte ich gehobelten Grandano Parmigiani und darauf den in mundgerechte Stücke gerissenen Römer Salat. Oben drauf noch ein paar Croutons (zwei Scheiben Toast, leicht angetoastet und mit Olivenöl in der Pfanne geröstet)

Da ich von allen diesen Zutaten sehr viel hatte bereitete ich auch gleich eine Portion zum Sofortessen für uns. War sehr lecker!

20130708-002927.jpg

Nach zwei komplizierteren Salaten wollte ich nun wieder etwas simpleres. Ich entschied mich für „Nudelsalat“
Nur dass es bei mir Kritharaki sein sollten. Die finde ich sowohl optisch als auch geschmacklich für Salat angnehmer.
Als unterste Schicht entschied ich mich für ein Glas in Öl marinierte getrocknete Tomaten, die ich klein schnitt und samt ihrer Marinade auf die drei Einmachgläser verteilte. Darauf kam etwas geriebener Käse und ein paar Basilikumblätter, klein geschnitten. Dann eine Schicht gebratener Bacon in mundgerechten Stücken, darauf die Kritharaki und zum Abschluss noch etwas klein geriebener Parmesan.

Mein Mann aß diesen Salat heute Mittag und wir befanden ihn gemeinsam für durchaus sehr lecker!

20130708-003810.jpg

Als nächstes zerbrach ich mir wieder den Kopf. Vom Markt hatte ich Rucola mitgebracht und ich war wild entschlossen diesen mit Erdbeeren zu kombinieren. Fehlte nur noch eine unempfindliche Schicht für den Boden mit dem Dressing. Auf einigen Rucola-Erdbeer Salat Rezepten waren Walnüsse verarbeitet, manche enthielten Avocados. Ich beschloss beides zu benutzen. Ich hab noch keine Ahnung ob diese Schichtung geglückt ist, probieren werde ich morgen.
Die Walnüsse habe ich eine halbe Stunde im Ofen geröstet (bei 150 Grad) und grob zerhackt als unterste Schicht eingelegt. Als Dressing gab es wieder eine Vinaigrette, diesmal eine helle. Darauf schichtete ich in Scheiben geschnittene Erdbeeren und gewürfelte Avocados. (Die müssen gleich nach dem Schneiden mit Zitronensaft beträufelt werden, sonst werden sie braun.) Zum Abschluss dann besagten Rucola.

Optisch finde ich es sehr ansprechend, ob es schmeckt wird sich morgen zeigen …

20130708-010834.jpg

Ich hatte inzwischen schon mehrere Stunden in der Küche verbracht und schaute mich um was noch so übrig war an Gemüse. Ein Sammelsurium. Und ich beschloß mir keine weiteren tiefgründigen gedanken mehr zu machen und zu schichten was mir so unter die Finger kam. Unter die Finger kam mir aber zunächst ein Kilo frische Erbsen, die von mir aus der Schale befreit werden wollten. Was für ein Aufwand. Aber frische Erbsen sind selten und zu lecker!

Sammelsuriumsalat Nummer eins bestand aus (von unten nach oben)
Frische rohe Erbsen, Vinaigrette mit Kräutern und Knoblauch, kleingeschnittene Paprika, gekochter Schinken, kleingeschnitten, geraspelten Möhren, Gurkenstückchen und Radieschenscheiben.

Über den hat sich meine Tochter gleich her gemacht. Sie liebt Salat mit Schinken, Gurken und Paprika und war sehr zufrieden damit. Die Vinaigrette fand sie großartig und auch die Erbsen mochte sie sehr gerne.

20130708-012839.jpg

In Sammelsuriumsalat zwei packte ich alles was noch übrig war.
Kleingeschnittene Gurken, geraspelte Möhren, gehobelte Radieschen, eine Quinoa/Kaviarlinsen-Mischung vom Vortag, Schafskäse in Scheibchen, geröstete Pinienkerne und den restlichen Spinat.

20130708-013157.jpg

Last but not least brachte ich noch ne menge Obst vomMarkt mit. es ist ja gerade Beerensaison und da kann ich nicht widerstehen. Auch Obst wird von allen Familienmitgliedern am liebsten in Salatform gegessen. Und so mixte ich Erdbeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Nektarinen, Pink Grapefruit und Bananen zu einer bunten Mischung zusammen. Und da ich schon dabei war, hab ich gleich ein paar Gläser damit bestückt. Kleinere. Mal sehen wie die sich so halten, vor allem da sie nicht gestapelt sind …

20130708-013619.jpg

Am Ende dieser Woche werde ich hier noch einmal ergänzend berichten wie sich der rest des salates so gemacht hat. Stay tuned.

Selbstversuch Leberwertsenkung

Wer mich regelmäßig liest, weiß dass meine Umstellung auf Kohlenhydratarme Ernährung aufgrund erhöhter Leberwerte den Ursprung fand. In meiner Familie ist eine Fettleber anscheinend genetisch „vorgesehen“. Meine Schwester bekam ihre erste Diagnose diesbezüglich schon vor ca 40 Jahren. Seitdem ernährt sie sich sehr bewusst, vor allem fettarm, trinkt so gut wie nie Alkohol. Nichtsdestotrotz sind ihre Werte über die Jahre nicht wesentlich besser geworden.

Ich bekam den ersten Warnschuss Ende August 2012, die niederschmetternde Diagnose dann Mitte Dezember, in der mir ein Spezialist bestätigte wie schlecht es meiner Leber ginge. Durch das Vorbild meiner Schwester war ich nicht überzeugt dass fettarme Ernährung der Weisheit letzter Schluss sei und befragte das „allwissende“ Internet. Dort stieß ich dann auf die Vermutung dass der Verzicht auf Kohlenhydrate womöglich mehr Fette reduzieren kann als der Verzicht auf Fett selbst. 

„Versuch macht kluch – schaden kann es vermutlich nicht“, dachte ich mir und stellte konsequent um. Schwester war interessiert und fasziniert und vor allem sehr gespannt, ob das tatsächlich mehr bringt als ihre Ernährungsweise.

Heute habe ich die erste Bestätigung erhalten, die so viel positiver ist als ich es mir je erträumt hätte. Mein Gamma-GT Wert sank innerhalb der letzten 6 Wochen von 103 auf 42 (unauffällig ist bis 40), mein GOT(ASAT)-Wert von 52 auf 33 (unauffällig ist bis 35) und mein GPT(ALAT)-Wert von 78 auf 53 (unauffällig ist bis 35). Und das OBWOHL Weihnachten und Silvester sowie ein Geburtstag mit drei Gänge Menü dazwischen lag und ich eindeutig geschlemmt habe. An Silvester habe ich sogar etwas Alkohol getrunken.

Ich bin erleichtert und begeistert und werde diese Art der Ernährung beibehalten. In den nächsten 6 Wochen werde ich mir wahrscheinlich ab und zu mal wieder etwas Wein oder Bier gönnen um zu sehen, wie sehr sich dieser Genuss auf die Werte auswirkt. Allerdings werde ich auch regelmäßiger zum Sport gehen, was weiteres Fettgewebe (auch das in der Leber) schmelzen lassen sollte. Und dann die nächste Blutuntersuchung in ca. 6-8 Wochen vornehmen lassen.