Böse Kohlenhydrate

„…und was gibt es dazu? Kartoffeln, Reis, Nudeln, Baguette?“ eine Frage die ich mir wohl bei fast jeder aufwändig selbst gekochten Mahlzeit stellte. Die richtige Antwort wäre in allen Fällen „keines davon!“ gewesen. Aha?!

Natürlich hatte ich schon davon gehört, man solle abends möglichst keine Kohlenhydrate mehr essen, da die dick machen würden. Die Stichworte „Low-Carb“ und „Glyx“ waren mir ebenfalls schon untergekommen. WIE schlimm es wirklich ist, war mir jedoch überhaupt nicht klar. (Aber inzwischen hab ich reichlich recherchiert)

Mein Gastroenterologe sagte zu mir: „Beherzigen sie einfach Folgendes; lieber Pflanze als Tier, lieber Gemüse als Brot!“ dass das nur ein Teil der Lösung sein konnte wurde mir schnell klar. Ich aß nämlich kaum Brot. Mochte das noch nie so sehr. Was er eigentlich hätte sagen wollen (müssen) war: „Meiden Sie möglichst tierische Fette und Kohlenhydrate.“

Tierische Fette – gerne verteufelt aber halb so wild (doch dazu komme ich später) enthalten die „falschen“ Fette und sollten gemieden werden. Jep, hab ich schon mal gehört. Aber was zum Geier haben Kohlenhydrate mit meiner Leber zu schaffen? Wenn die ein Fettproblem hat steckt dann nicht auch zu fettes Essen dahinter? Nein. Es sind in der Tat die Kohlenhydrate die unsere Gesellschaft verfetten lassen und krank machen. Die uns müde und schlapp machen. Die wirklich kaum in unserer Ernährung vorkommen sollten, da unser Stoffwechsel (mit Genen aus der Jäger und Sammler Ära) überhaupt gar nicht damit klar kommt.

Ausgenommen davon sind natürlich alle, die viel verbrennen, sei es durch harte körperliche Arbeit, viel Sport oder weil ihr Körper das schlicht und ergreifend tut, egal was sie den ganzen Tag treiben (die Glücklichen). Die brauchen tatsächlich die zusätzliche Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten.

Ottonormalschreibtischsitzer braucht die allerdings weniger.

Durchschnittlich 100g Glukose braucht ein Erwachsener Mensch täglich. Die kann er sich aus den zugeführten Kohlenhydraten nehmen. Er könnte sie allerdings auch selbst herstellen aus Eiweißen. (Fast) jeder Mensch nimmt täglich wesentlich mehr als 100g Kohlenhydrate zu sich. Wohin damit? In Fett umwandeln und einlagern. Für schlechte Zeiten. (Die wir gar nicht mehr haben…)

Wenn unsere Fettspeicher gut gefüllt sind fängt unser Körper sogar auch an Glucose zu verbrennen. Und da er mit dem verbrennen von Glucose komplett ausgelastet ist bleibt für das Fettverbrennen leider keine Zeit. So traurig.

Das komplette Weglassen von Kohlenhydraten aller Art ist fast nicht möglich und auch nicht gewünscht (wenngleich tatsächlich unschädlich!). Aber die Kohlenhydratzufuhr auf ein Minimum zu beschränken ist machbar. Und empfehlenswert! (Es sei denn man ist Sportler oder harter körperlicher Arbeit ausgesetzt.)

Ich verzichte seit über einer Woche komplett auf: Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Schokolade gönne ich mir in Maßen. Zucker in Kaffee und Tee wird weggelassen, in gekochten Speisen seit gestern durch Stevia ersetzt. (Dazu später mehr)

In den ersten Tagen hatte ich kurz nach den Kohlenhydratarmen Mahlzeiten schnell wieder Hunger. Das gibt sich aber nach ein paar Tagen, ich verspreche es.

 

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