Beef Jerky

Lang ersehnt – hier ist er endlich; der Blogpost über unser selbstgemachtes Beef Jerky.

Durch die Kohlenhydrate arme Kost sind mir die üblichen Snacks zwischendurch irgendwie weggebrochen und ich musste Ersatz finden. Beef Jerky sättigt, schmeckt lecker und enthält keine Kohlenhydrate. Das Problem ist nur dass es sau teuer ist. In den meisten Geschäften kostet eine 25g Packung mindestens 2,99€. Ein jammernder Tweet zu dem Thema brachte mir eine Mention von @hermes3s ein mit einem link auf diese Seite. Kurz überflogen dachte ich mir „das kann ich auch, hört sich nicht so kompliziert an, aber ein Dörrautomat muss schon sein, im Backofen trocknen ist auf Dauer ein Energiefresser den ich nicht bezahlen möchte“. Nach kurzer Recherche entschied ich mich für den Dörrautomat von Bielmeier, der baugleich mit dem von Rommelsbacher, aber deutlich günstiger ist. Unser Brotbackautomat ist von Bielmeier und wir sind sehr zufrieden.

Sobald das Gerät in unserem Haushalt war gingen wir im Supermarkt auf die Jagd was wir dörren könnten und wurden zunächst nicht beim Fleisch fündig, so dass wir erst mal ein paar Äpfel dörrten. Ein paar Tage später entschieden wir uns für den ersten Beef Jerky Testlauf mit Minutensteaks von Lidl. Pro 320g Packung für 3,79€ also gesamt 18,95€ für 1,6kg Rohmaterial. Die Steaks waren mager und schön dünn geschnitten, wir mussten sie nur noch in Streifen schneiden.

Als Marinade zauberte ich eine Mischung aus einer Barbecue-Sauce „Honey-Mustard“, Sojasoße, Knoblauchpürree, Pfeffer, Salz, Honig und Chilipürree. Fragt mich nicht wieviel ich wovon nahm. Ich hangelte mich durch etliche Beef Jerky Marinaden Rezepte im Netz die man z.B. auch bei Chefkoch finden kann. Dort gibt es auch spannende Foreneinträge. (Ich koche selten exakt nach Rezept, improvisiere mit dem was ich zu Hause in den Schränken finde, und schmeiße nach Gutdünken zusammen. Solange ihr kein Öl in die Marinade gebt ist alles gut.) Bei mir sah das badende Fleisch dann so aus:

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Nach etwa 24 Std. Marinierzeit breitete ich das Fleisch im Dörrautomat aus. Das erinnert ein wenig an Tetris spielen. Entgegen der Anleitung auf Fuenfrocken habe ich das Fleisch vorher nicht abgetupft. Wir wählten Stufe 2 des Dörrautomates (von insgesamt 3 Stufen) da das Fleisch sehr langsam trocknen soll. Nach ca. 7 Std. und zwischendurch einmal wenden war es fertig. Bei der Menge an Fleisch passte allerdings nicht alles beim ersten Durchgang in den Automaten. Wahrscheinlich werde ich mir bald noch zusätzliche Etagen kaufen.

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Aus 1,6kg Anfangsmaterial entstanden etwa 600g leckeres Beef Jerky. Hätte ich diese Menge als 25g Tüten im Supermarkt gekauft, hätte ich dafür knapp 72€ bezahlt. Im Netz gibt es durchaus günstigere Angebote aber selbst da sind für die Menge ca. 45€ fällig. Grob überschlagen haben wir für Fleisch, Marinade, Stromkosten ca. 30€ investiert.

Unseren Kids und dem Mitbewohner hat das Jerky übrigens ganz offensichtlich auch geschmeckt. Beim zweiten Durchgang war das Gerät auf wundersame Weise bereits weitestgehend geplündert als wir es leeren wollten… Den Rest haben wir sicher gestellt und luftdicht verpackt. Ich nasche regelmäßig fast jeden Tag davon.

Heute gönnten wir uns auf dem Markt teureres Rindfleisch direkt vom Schlachter. Ca. 1 KG Rumpsteak und ca. 400g aus der Oberschale. Letzteres ist eigentlich Suppenfleisch und ziemlich durchwachsen, kostet aber gerade mal ein Drittel. Beide Sorten marinieren derzeit getrennt voneinander im Kühlschrank. Ich bin gespannt wie sehr man den Unterschied schmecken wird.

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2 Kommentare zu “Beef Jerky

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