Dry it

Wenn man schon einen Dörrautomat besitzt sollte man ihn auch regelmäßig benutzen. Klassiker sind da Apfelringe, denn dass man Apfelringe dörren kann ist wohl allgemein bekannt. Unser erster Versuch bestand aus Äpfeln mit entferntem Kerngehäuse, die der Mann in möglichst gleichmäßige dünne Scheiben schnitt. Heraus kam dabei dies.

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Sie waren mir nicht kross genug und gefielen mir auch optisch nicht besonders. Vorbild waren nämlich eher diese super leckeren Apfelchips die man z.B. auch auf Weihnachtsmärkten bekommen kann. Meine persönliche Fehleranalyse kam zum Schluß, die Ringe seien nicht dünn genug. Per Hand ist sowas aber gar nicht so einfach. Eine vernünftige Reibe besaß ich derzeit gerade nicht, hatte aber auch bisher nur selten Bedarf dafür. Eine kurze Marktanalyse ergab dass ich einen V-Hobel haben wollte. Bestellt wurde der Börner V5  in rot.

Für den nächsten Apfelchipsversuch benutzte ich die schmalste Hobeleinstellung. Damit die Apfelscheiben nicht sofort braun werden, bereite ich immer eine Schüssel mit Wasser und einem Spritzer Zitrone vor in die ich die Äpfel lege bevor sie in den Dörrautomat kommen. Und so sieht das Ergebnis dieser Ladung aus.Foto 15 01 13 21 23 25

Meine Tochter war total begeistert von dieser Portion. Sie hatte allerdings mehr so die Konsistenz von Esspapier… Wie man ebenfalls schön sehen kann ließen sich die Scheiben leider nicht in einem Stück aus dem Apparat befreien. Wahrscheinlich waren sie doch zu dünn und lagen zu lange im Zitronenwasser. Sollte ich noch einen Versuch mit dieser Dicke starten werde ich schneller arbeiten, weniger Äpfel auf einmal vorbereiten und vielleicht sogar beschichtetes Backpapier benutzen.

Inzwischen hatte ich mich durchgerungen dieses Buch zu bestellen. Es ist nicht ganz hinterhergeworfen, allerdings auch wirklich hochwertig gemacht und sehr inspirierend.

So kam es, dass ich den nächsten Dörrversuch mit Birnen startete. Der Hobel wurde diesmal auf die zweitkleinste Einstellung arretiert. VIEL besser. Birnenchips hatte ich vorher noch nie gegessen aber sie wurden in dem Buch unfassbar angepriesen. Und sie waren soooo lecker. Ich wurde sogar gefragt womit ich sie nachgesüßt hätte… Hab ich natürlich nicht. Durch den Wasserentzug vom Dörren bleibt ja nicht viel zurück in dem sich der Fruchtzucker aufhalten könnte. Das potenziert die Süße pro Scheibe natürlich ungemein. Und so sahen sie aus…Foto 16 01 13 23 48 41

Da die Birnen so wirklich in einer idealen Dicke waren wiederholte ich das ganze in der gleichen Hobeleinstellung ein paar Tage später mit Äpfeln. Diesmal entfernte ich auch das Kerngehäuse nicht vorher. Lediglich den Stil habe ich abgedreht und die Blume übrig gelassen. Die Äpfel hatten eh ganz wenig Kerne, die ich aus dem Scheiben einfach herauslöste, da diese nicht mit in den Dörrautomaten sollen. So sieht die Befüllung übrigens vor dem Dörren aus. Foto 19 01 13 16 40 26

Und dies ist das Ergebnis. Absolut lecker. Immer noch nicht so wie die Chips vom Weihnachtsmarkt, aber eine industrielle Fertigung ist auch kaum mit einem zu Hause hergestellten Nachbau zu vergleichen. Zufrieden bin ich trotzdem. Sehr sogar. 🙂

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Als nächstes kommt wieder Beef Jerky in den Automaten, aber Rote Beete, Aubergine, Tomate und Mango sind schon ganz aufgeregt und freuen sich aufs warme Klima im Dörrgerät. Und ich kann kaum erwarten dass es wieder frische Feigen gibt. Aber das ist ja leider noch einige Monate hin. *seufz* Bis dahin werde ich wohl Fruchtleder aus gefrorenen Früchten machen müssen. Dafür hat das Buch ein paar sehr spannend klingende Rezepte parat.

(P.S.: Dörrobst ist aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes nicht gerade Kohlenhydratearm. Ich genieße davon also auch nur in Maßen. Aber der Rest der Familie ist von den gesünderen Leckereien durchaus angetan…)

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