Müsliriegel aus Resten

Es kommt immer mal wieder vor, dass ich für uns Müsli kaufe und das aber irgendwie keinem auf die normale Zubereitungsart (mit Milch oder Joghurt) schmecken will. Bisher habe ich mich oft „erbarmt“ und es trotzdem gegessen oder tatsächlich schlussendlich weggeworfen. Dieses Mal wollte ich versuchen etwas Neues daraus zu erschaffen. Dass ich recht schnell auf Müsliriegel kam, sollte nicht sonderlich verwundern. Ich fand einige Rezepte online unter den Suchbegriffen „Müsliriegel selbstgemacht“ oder „Granola Bar“ – las quer und entschied mich für eine Variation einer gebackenen Variante.

Backofen auf 160 Grad vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen und draussen bereitlegen

375g Zucker (ich nahm Rohrzucker) mit
150 g Honig im Topf unter ständigem Rühren erhitzen
150g Sahne dazugeben, aufkochen und die ganze Zeit weiterrühren

Insgesamt 1050g Trockenzeugs vermischen. Das bestand bei mir aus den Resten insgesamt 3 verschiedener Müslis und ca. 100g Sesam. (Alternativ lässt sich aber auch alles mögliche andere zusammen mischen: Getreideflocken, Nüsse, Trockenfrüchte, Kokosflocken, Sesam, Schokotröpfchen etc…)

Die Zuckermasse vom Herd nehmen und sorgfältig mit der Trockenmasse verrühren.
Die Masse glatt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. (Bei den o.a. Mengenangaben entsteht bei einem Backblech eines normalgroßen Herdes eine etwa daumendicke Masse.) Die Masse ruhig festdrücken! Ggf eine Lage Backpapier oben drauf legen und stärker pressen.

Für ca 20-30 Minuten in den Backofen geben. Es sollte angebräunt sein aber nicht zu dunkel.
Das Backblech draussen erkalten lassen. Anschließend in Stücke brechen oder schneiden und in einer verschlossenen Dose lagern.

Wer mag kann die Stücke natürlich noch mit Schokoladenüberzug verzieren.

Photos

Salatfazit

Vor einer Woche habe ich mein erstes „Salad in a jar“ Experiment gemacht, nachzulesen ist das hier.
Heute möchte ich meine Schlüsse ziehen.

1. die Salate halten richtig geschichtet wirklich eine Woche und bleiben frisch
2. immer etwas Gesundes sofort verzehrbar zur Verfügung zu haben ist toll
3. ich hab den ganzen Rest der Woche nicht mehr gekocht, mein Mann hat abends immer den Grill angeworfen und wir haben die verschiedenen Salate dazu gegessen. Zumindest während der Grillsaison sehr praktisch!
4. Meine Tochter ist sehr angetan und bat mich dies jetzt immer zu machen (mein Sohn war die Woche nicht da) und auch mein Mann war recht zufrieden.
5. Lediglich eine Salatzusammenstellung (von 8) war nicht lecker. Ich bin aber unsicher ob sie das frisch gewesen wäre. Es war die Rucola-Erdbeer-Avocado-Walnuss Mischung.
6. 24 Gläser für eine Woche bei drei Personen ist etwas übertrieben.

Ich werde es also wieder tun. Heute ist Samstag und somit Markttag und ich gehe gleich auf die Jagd. 😉

Grünkohlchips

Bei meinen Recherchen nach ansprechenden LowCarb Rezepten lande ich irgendwie immer wieder auf Amerikanischen Seiten. Meist ist für mich der Ursprungssuchort Foodgawker denn mein Auge kocht immer mit.

Dort stolperte ich vor schon vor Wochen immer wieder über Rezepte die etwas Grünes beinhalteten das mich irgendwie sehr ansprach. > „Kale“ ?!?
Ich kannte das englische Wort für Grünkohl bis dato nicht, noch wäre mir eingefallen dass es sich bei den Rezepten tatsächlich um selbigen handeln könnte. Als waschechter Niedersachse/Norddeutsche kannte ich Grünkohl und Pinkel. Ende. Grünkohl in seiner Niedersächsischen Form ist mir ein Graus. Ich gehöre zu den Menschen, die sich immer wieder dazu hinreißen lassen trotzdem zu probieren, weil genau DIESE Zubereitung viel leckerer sei als jede andere… Nun ja, der Hunger würde es wohl reintreiben, aber ich würde es weder kochen noch im Restaurant bestellen.

Umso erstaunter war ich zu entdecken, dass es mehr als eine Zubereitungsart für dieses Gemüse zu geben scheint. Sehr früh stolperte ich via foodgawker auch über „Kale Chips“ die irgendwie spannend aussahen. Und immer wieder stolperte ich in den nächsten Wochen auf irgendwelchen Blogposts über „Kale Chips“. Um genau zu sein sind „Kale Chips“ in Amerika offensichtlich gerade MEGA-In und es gibt wenig Foodblogs die noch ohne Grünkohlchipsrezept sind… Gibt man „Kale Chips“ als Suchbegriff bei Foodgawker ein erhält man 161 Treffer… O.o

Ich hab heute zunächst die Grundform ausprobiert. Und es ist wirklich unfassbar einfach und idiotensicher.
Backofen vorheizen; Umluft 150 Grad.
Frischen Grünkohl waschen, absolut trocken schleudern oder tupfen. In mundgerechte Stücke reissen, zu dicke Stengel Teile weglassen. In einer Schüssel mit Olivenöl besprenkeln und salzen, gut mischen! Ich hab dafür ne große Plastikschüssel mit Deckel genommen und kräftig geschüttelt.
Backbleche mit Backpapier auslegen, Grünkohl darauf verteilen so dass sich die Blätter nicht berühren, für 12 Minuten in den Ofen, fertig.

Heraus kommt ein äußert günstiger, absolut gesunder Snack, der bereits in der leicht gesalzenen Form unfassbar lecker ist. Die Chips sind sehr cross und es macht Spaß sie zu knabbern. Gleich morgen werde ich die nächste Portion machen, diesmal mit mehr mit Gewürz.

Dry it

Wenn man schon einen Dörrautomat besitzt sollte man ihn auch regelmäßig benutzen. Klassiker sind da Apfelringe, denn dass man Apfelringe dörren kann ist wohl allgemein bekannt. Unser erster Versuch bestand aus Äpfeln mit entferntem Kerngehäuse, die der Mann in möglichst gleichmäßige dünne Scheiben schnitt. Heraus kam dabei dies.

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Sie waren mir nicht kross genug und gefielen mir auch optisch nicht besonders. Vorbild waren nämlich eher diese super leckeren Apfelchips die man z.B. auch auf Weihnachtsmärkten bekommen kann. Meine persönliche Fehleranalyse kam zum Schluß, die Ringe seien nicht dünn genug. Per Hand ist sowas aber gar nicht so einfach. Eine vernünftige Reibe besaß ich derzeit gerade nicht, hatte aber auch bisher nur selten Bedarf dafür. Eine kurze Marktanalyse ergab dass ich einen V-Hobel haben wollte. Bestellt wurde der Börner V5  in rot.

Für den nächsten Apfelchipsversuch benutzte ich die schmalste Hobeleinstellung. Damit die Apfelscheiben nicht sofort braun werden, bereite ich immer eine Schüssel mit Wasser und einem Spritzer Zitrone vor in die ich die Äpfel lege bevor sie in den Dörrautomat kommen. Und so sieht das Ergebnis dieser Ladung aus.Foto 15 01 13 21 23 25

Meine Tochter war total begeistert von dieser Portion. Sie hatte allerdings mehr so die Konsistenz von Esspapier… Wie man ebenfalls schön sehen kann ließen sich die Scheiben leider nicht in einem Stück aus dem Apparat befreien. Wahrscheinlich waren sie doch zu dünn und lagen zu lange im Zitronenwasser. Sollte ich noch einen Versuch mit dieser Dicke starten werde ich schneller arbeiten, weniger Äpfel auf einmal vorbereiten und vielleicht sogar beschichtetes Backpapier benutzen.

Inzwischen hatte ich mich durchgerungen dieses Buch zu bestellen. Es ist nicht ganz hinterhergeworfen, allerdings auch wirklich hochwertig gemacht und sehr inspirierend.

So kam es, dass ich den nächsten Dörrversuch mit Birnen startete. Der Hobel wurde diesmal auf die zweitkleinste Einstellung arretiert. VIEL besser. Birnenchips hatte ich vorher noch nie gegessen aber sie wurden in dem Buch unfassbar angepriesen. Und sie waren soooo lecker. Ich wurde sogar gefragt womit ich sie nachgesüßt hätte… Hab ich natürlich nicht. Durch den Wasserentzug vom Dörren bleibt ja nicht viel zurück in dem sich der Fruchtzucker aufhalten könnte. Das potenziert die Süße pro Scheibe natürlich ungemein. Und so sahen sie aus…Foto 16 01 13 23 48 41

Da die Birnen so wirklich in einer idealen Dicke waren wiederholte ich das ganze in der gleichen Hobeleinstellung ein paar Tage später mit Äpfeln. Diesmal entfernte ich auch das Kerngehäuse nicht vorher. Lediglich den Stil habe ich abgedreht und die Blume übrig gelassen. Die Äpfel hatten eh ganz wenig Kerne, die ich aus dem Scheiben einfach herauslöste, da diese nicht mit in den Dörrautomaten sollen. So sieht die Befüllung übrigens vor dem Dörren aus. Foto 19 01 13 16 40 26

Und dies ist das Ergebnis. Absolut lecker. Immer noch nicht so wie die Chips vom Weihnachtsmarkt, aber eine industrielle Fertigung ist auch kaum mit einem zu Hause hergestellten Nachbau zu vergleichen. Zufrieden bin ich trotzdem. Sehr sogar. 🙂

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Als nächstes kommt wieder Beef Jerky in den Automaten, aber Rote Beete, Aubergine, Tomate und Mango sind schon ganz aufgeregt und freuen sich aufs warme Klima im Dörrgerät. Und ich kann kaum erwarten dass es wieder frische Feigen gibt. Aber das ist ja leider noch einige Monate hin. *seufz* Bis dahin werde ich wohl Fruchtleder aus gefrorenen Früchten machen müssen. Dafür hat das Buch ein paar sehr spannend klingende Rezepte parat.

(P.S.: Dörrobst ist aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes nicht gerade Kohlenhydratearm. Ich genieße davon also auch nur in Maßen. Aber der Rest der Familie ist von den gesünderen Leckereien durchaus angetan…)

Beef Jerky

Lang ersehnt – hier ist er endlich; der Blogpost über unser selbstgemachtes Beef Jerky.

Durch die Kohlenhydrate arme Kost sind mir die üblichen Snacks zwischendurch irgendwie weggebrochen und ich musste Ersatz finden. Beef Jerky sättigt, schmeckt lecker und enthält keine Kohlenhydrate. Das Problem ist nur dass es sau teuer ist. In den meisten Geschäften kostet eine 25g Packung mindestens 2,99€. Ein jammernder Tweet zu dem Thema brachte mir eine Mention von @hermes3s ein mit einem link auf diese Seite. Kurz überflogen dachte ich mir „das kann ich auch, hört sich nicht so kompliziert an, aber ein Dörrautomat muss schon sein, im Backofen trocknen ist auf Dauer ein Energiefresser den ich nicht bezahlen möchte“. Nach kurzer Recherche entschied ich mich für den Dörrautomat von Bielmeier, der baugleich mit dem von Rommelsbacher, aber deutlich günstiger ist. Unser Brotbackautomat ist von Bielmeier und wir sind sehr zufrieden.

Sobald das Gerät in unserem Haushalt war gingen wir im Supermarkt auf die Jagd was wir dörren könnten und wurden zunächst nicht beim Fleisch fündig, so dass wir erst mal ein paar Äpfel dörrten. Ein paar Tage später entschieden wir uns für den ersten Beef Jerky Testlauf mit Minutensteaks von Lidl. Pro 320g Packung für 3,79€ also gesamt 18,95€ für 1,6kg Rohmaterial. Die Steaks waren mager und schön dünn geschnitten, wir mussten sie nur noch in Streifen schneiden.

Als Marinade zauberte ich eine Mischung aus einer Barbecue-Sauce „Honey-Mustard“, Sojasoße, Knoblauchpürree, Pfeffer, Salz, Honig und Chilipürree. Fragt mich nicht wieviel ich wovon nahm. Ich hangelte mich durch etliche Beef Jerky Marinaden Rezepte im Netz die man z.B. auch bei Chefkoch finden kann. Dort gibt es auch spannende Foreneinträge. (Ich koche selten exakt nach Rezept, improvisiere mit dem was ich zu Hause in den Schränken finde, und schmeiße nach Gutdünken zusammen. Solange ihr kein Öl in die Marinade gebt ist alles gut.) Bei mir sah das badende Fleisch dann so aus:

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Nach etwa 24 Std. Marinierzeit breitete ich das Fleisch im Dörrautomat aus. Das erinnert ein wenig an Tetris spielen. Entgegen der Anleitung auf Fuenfrocken habe ich das Fleisch vorher nicht abgetupft. Wir wählten Stufe 2 des Dörrautomates (von insgesamt 3 Stufen) da das Fleisch sehr langsam trocknen soll. Nach ca. 7 Std. und zwischendurch einmal wenden war es fertig. Bei der Menge an Fleisch passte allerdings nicht alles beim ersten Durchgang in den Automaten. Wahrscheinlich werde ich mir bald noch zusätzliche Etagen kaufen.

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Aus 1,6kg Anfangsmaterial entstanden etwa 600g leckeres Beef Jerky. Hätte ich diese Menge als 25g Tüten im Supermarkt gekauft, hätte ich dafür knapp 72€ bezahlt. Im Netz gibt es durchaus günstigere Angebote aber selbst da sind für die Menge ca. 45€ fällig. Grob überschlagen haben wir für Fleisch, Marinade, Stromkosten ca. 30€ investiert.

Unseren Kids und dem Mitbewohner hat das Jerky übrigens ganz offensichtlich auch geschmeckt. Beim zweiten Durchgang war das Gerät auf wundersame Weise bereits weitestgehend geplündert als wir es leeren wollten… Den Rest haben wir sicher gestellt und luftdicht verpackt. Ich nasche regelmäßig fast jeden Tag davon.

Heute gönnten wir uns auf dem Markt teureres Rindfleisch direkt vom Schlachter. Ca. 1 KG Rumpsteak und ca. 400g aus der Oberschale. Letzteres ist eigentlich Suppenfleisch und ziemlich durchwachsen, kostet aber gerade mal ein Drittel. Beide Sorten marinieren derzeit getrennt voneinander im Kühlschrank. Ich bin gespannt wie sehr man den Unterschied schmecken wird.

Der Blumenkohltrick

Ein Blog auf das ich via foodgawker stieß ist ourladyofsecondhelpings.com

Die Dame hat insgesamt viele spannende Ideen und Ansätze und ich werde in den nächsten Tagen sicher noch viel bei ihr nachlesen und ausprobieren.

Sofort fasziniert hat mich allerdings ein Rezept das aussah wie gebratener Reis aber gar keinen Reis enthielt. Statt dessen hat sie Blumenkohl pulverisiert und angebraten. *_*

Beim nächsten Einkauf erst mal Blumenkohl mitgenommen. Und der Mann, der mir bereits mehrfach mitteilte er möge keinen Blumenkohl: „Wofür is der denn?“ „Für mich!“

Das Rezept habe ich ganz heimlich in meiner Küche nachgekocht. Blumenkohl in die Küchenmaschine und klein gehackt! So ein Spaß… Das Ergebnis davon sieht so aus: 706330068

Dann bin ich dem Rezept ziemlich nah gefolgt und habe serviert. Und alle mochten es. Es ist wirklich total genial und völlig wandlungsfähig. Selbst der Mann mochte es und holte sich eine zweite Portion. (Obwohl er ziemlich schnell dahinter kam dass die geheime Zutat „Blumenkohl“ ist…)

Prädikat: EMPFEHLENSWERT, einfach, genial!

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Tofu – was nun?

Bisher ging ich davon aus dass ich Tier unter allen Umständen meiden sollte. (Dass das in Bezug auf meine Leber nicht ganz so ist konnte ich inzwischen feststellen.) Letzte Woche, auf der Suche nach Alternativen probierte ich erstmals aus mit Tofu zu kochen. Komplett planlos befragte ich zunächst Google mit der simplen Abfrage „Tofu“. Gleich der zweite link ging zu „Chefkoch“ was mir vertraut war. Die Seite listet dann unter dem Stichwort Tofu immerhin 751 Rezepte auf. Die Qual der Wahl…

Aber gleich der 4te Eintrag erschien mir nachahmenswert. Nannte sich „Tofu-Curry“, sah simpel genug aus und wie es der Zufall wollte hatte ich fast alle Zutaten im Haus. Das Rezept findet ihr hier.

Sellerie hatte ich keinen also ließ ich ihn weg. Honig ebenfalls, aber ich glaube mit wäre NOCH leckerer gewesen. Mich hat sowohl Tofu als auch dessen Zubereitungsweise als auch das Gesamtrezept überzeugt. Reis aß ich selbstverständlich NICHT dazu. Der Mann mochte das Gemüse und den Geschmack nicht aber die Konsistenz des Tofus. Meine beiden Kids mochten das Tofu aber nicht das Gemüse. xD

Und so sah es auf meinem Teller aus: (im Hintergrund das Essen des Rests der Familie…)

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