Cheesecake in a Jar

Ich bin kein großer Freund von Kuchen und backe eher selten bis gar nicht. Aber ich bin ein riesen Fan von klassischem New York Cheesecake und wollte schon immer mal ausprobieren einen zu machen. Wer meine andere Blogposts kennt weiß vielleicht dass ich außerdem ein großer Anhänger des „In-a-jar“-Konzepts bin. Und inzwischen gibt es ja auch wirklich alles in a jar, natürlich auch diverse Cheesecakes. Die meisten Rezepte dafür sind jedoch auf englisch mit amerikanischen Zutaten und Maßen, sodaß ich hier einfach mal kurz schreibe wie ich das angepasst habe. Die Mini-Cheesecakes sind sehr gut geworden und ich bekam zahlreiche Komplimente.

FullSizeRender  IMG_1613

Als Vorlage diente mir dieses Rezept.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, nur Ober/Unterhitze, keine Umluft!

Die amerikanische Rezepte werden immer mit Graham Cracker gemacht, die es in Deutschland selten bis gar nicht gibt, also hab ich das mit russischen Keksen mit Kondensmilchgeschmack (Selga) substituiert, die es bei uns im Supermarkt gab. Butterkeks geht auch, sowie sicherlich noch andere Kekssorten, probiert einfach ein bisschen aus und schreibt mir ruhig was ihr benutzt habt.

1 kleine Packung Kekse sehr klein bröseln. (Entweder mit nem Mixer oder z.B. im Gefrierbeutel mit Hammer o.ä.)
ca. 80g zerlassene Butter einrühren (darf nicht zu feuchtklebrig, aber auch nicht zu bröselig sein)

Die Masse in kleine feuerfeste Gläser/Schälchen geben und am Boden festdrücken. (Ich hab ne zeitlang GÜ Gläser gesammelt, die man auf dem Bild sieht, in die habe ich pro Glas einen gehäuften Esslöffel Keksbrösel gefüllt.)

Die Gläser auf dem Rost in den Ofen schieben und ca 7-10 Minuten backen. Sie sollten gebräunt aber nicht verbrannt sein.

In der Zwischenzeit die Käsemasse zubereiten:

ca. 525g Doppelrahmfrischkäse (3 Packungen Philadelphia)
160g Zucker
4 Eier (Größe M-L)
ca 300g Schmand
Zest einer Zitrone
evtl noch Zitronenaroma

Mit einem Rührgerät (oder halt per Hand) zunächst Frischkäse und Zucker gut verquirlen. Eier zugeben, immer eins nach dem anderen und verquirlen. Schmand unterrühren. Zest einer Zitrone unterrühren. Wer es zitroniger mag kann zwei Zitronen nehmen oder evtl noch Zitronenaroma hinzufügen.

ca 1-1,5 l Wasser zum kochen bringen.

Die Käsemasse in die Gläser füllen, oben ca 1 Finger breit Platz lassen; die Käsemasse geht noch auf. Die Gläser auf ein tiefes Backblech stellen. Das kochende Wasser in das Backblech gießen, die Gläser sollten mindestens zu 1/3 im Wasser stehen. Backblech vorsichtig in den Ofen schieben, 20-25 Min backen.

Herausnehmen, zunächst draussen abkühlen lassen, dann mindestens für 5 Stunden in den Kühlschrank. Nach belieben garnieren, mit Früchten, Schokostreuseln etc.

Cookies in a jar

Regelmäßig stöbere ich in amerikanischen Foodblogs und bin dadurch schon auf viele spannende Ideen gestoßen. Als ich nach einem Geburtstagsgeschenk für meine Schwester suchte (die alles hat, aber genauso wenig backen kann wie ich) entschloss ich mich mal „Cookies in a jar“ zu adaptieren. Die Idee dahinter ist alle trockenen Zutaten hübsch in einem Glas übereinander zu schichten. Um die Kekse zu backen wird einfach der gesamte Inhalt des Glases in eine Schüssel gegeben, mit Butter und Ei vermengt, zu Kugeln geformt und gebacken. Es ist wirklich Idiotensicher!

Es gibt schon viele Rezepte dafür online, allerdings alle für amerikanische „Mason Jar“ Gläser. Die Kapazität stimmt mit den deutschen Gläsern nicht genau überein, also musste ich die Menge anpassen. Zunächst habe ich einen ganzen Tag mit @zersplittert in der Küche gestanden und alle möglichen Grundrezepte in kleinen Mengen getestet. Mein Sohn durfte ca. alle halbe Stunde einen Keks Probe essen und war entzückt *g. Eigentlich schmeckten alle Mischungen, die wir zusammen warfen. Wir rechneten dann die besten Grundrezepte für 750ml Gläser um. (z.B. Gurkensticks-Gläser von Aldi etc.) Hier eine Fotocollage vom Probebacktag.

 

Bild

Vier Backmischungen schichtete ich für meine Schwester, versah die Gläser mit Stoffdeckchen am Deckel und druckte Labels und Anleitung aus. Sie sahen so toll aus, dass meine Schwester zunächst gar nicht mitbekam dass ich die selbstgemacht hatte …

Bild

 

Und hier sind die Rezepte zu den oben abgebildeten Gläsern. Achtet darauf schön abwechselnd zu schichten, die Reihenfolge ist im Prinzip völlig egal.

Macadamia-Schoko

  • 70g Haferflocken
  • 75g brauner Zucker
  • 65g weißer Zucker
  • 40g gehackte Macadamia Nüsse
  • 100g kleine Schokolinsen
  • 110g Mehl vermischt mit
  • 1 gehäufter Teelöffel Backpulver
  • 1 gehäufter Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz

Schokolade-Minze

  • 110g brauner Zucker
  • 70g weißer Zucker
  • 15g Kakaopulver
  • 150g kleingehackte After-Eight Sticks
  • 150g Mehl vermischt mit 
  • 2 gestr. Teelöffel Backpulver
  • 2 gestr. Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz

Zitrone-weisse Schokolade

  • 80g brauner Zucker
  • 150g weiße Schokoladen Drops (oder kleingehackte weiße Schokolade)
  • 60g Mandelsplitter
  • 20g weißer Zucker vermischt mit
  • 50g Paradies-Creme Zitrone und
  • 1 gehäufter Teelöffel Citro-Back
  • 150g Mehl vermischt mit 
  • 1 gehäuftem Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz 

Schoko-Kirsch

  • 80g brauner Zucker
  • 20g weißer Zucker vermischt mit
  • 100g Kirschpuddingpulver
  • 70g getrocknete Kirschen
  • 150g Chocolate Chips (oder kleingehackte Schokolade)
  • 150g Mehl vermischt mit
  • 1 gehäuftem Teelöffel Natron
  • 2 gestr. Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 gestr. Teelöffel Salz

Zur Zubereitung wird pro Mischung zunächst 60g geschmolzene Butter mit den Zutaten verrührt und dann noch ein verquirltes Ei. Der Teig sollte zum Schluß am besten mit den Händen gut durchgeknetet werden. Sollte der Teig zu klebrig sein, kann ohne bedenken etwas mehr Mehl zugefügt werden. Der Backofen wird auf 180 Grad vorgeheizt. Den Teig zu etwa Walnussgroßen Kugeln formen und mit reichlich Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 10 Minuten backen. Die Kekse verlaufen stark (die mit den Haferflocken deutlich weniger). Nach 10 Minuten wirken die Kekse noch als seien sie längst nicht fertig, draußen härten sie aber noch nach. Wenn man sich traut sie rechtzeitig herauszunehmen bleiben sie schön weich und klebrig wie perfekte amerikanische Cookies. 

Bild

Die Backmischungen sind fast beliebig anpassbar so lange ihr die Mengenangaben beachtet. Also z.B. einfach Kirschen gegen Cranberries austauschen, die Nüsse untereinander, statt Nüsse Schokolade nehmen etc. Insgesamt sind oben drei verschiedene Rezepte zu finden: Schokolade-Minze = Grundrezept, Schoko-Macadamia = Grundrezept mit Haferflocken und die anderen beiden = Grundrezept mit Puddingpulver. 

Falls ihr Die Backmischungen genau so nach basteln und verschenken wollt, findet ihr hier auch die Aufkleber und Anhänger die ich dafür entworfen habe. 

BildBild

 

Über Anregungen und Kommentare oder Feedback wenn ihr meine Rezepte ausprobiert habt freue ich mich. Verlinkung ist ebenfalls gern gesehen.