Salatfazit

Vor einer Woche habe ich mein erstes „Salad in a jar“ Experiment gemacht, nachzulesen ist das hier.
Heute möchte ich meine Schlüsse ziehen.

1. die Salate halten richtig geschichtet wirklich eine Woche und bleiben frisch
2. immer etwas Gesundes sofort verzehrbar zur Verfügung zu haben ist toll
3. ich hab den ganzen Rest der Woche nicht mehr gekocht, mein Mann hat abends immer den Grill angeworfen und wir haben die verschiedenen Salate dazu gegessen. Zumindest während der Grillsaison sehr praktisch!
4. Meine Tochter ist sehr angetan und bat mich dies jetzt immer zu machen (mein Sohn war die Woche nicht da) und auch mein Mann war recht zufrieden.
5. Lediglich eine Salatzusammenstellung (von 8) war nicht lecker. Ich bin aber unsicher ob sie das frisch gewesen wäre. Es war die Rucola-Erdbeer-Avocado-Walnuss Mischung.
6. 24 Gläser für eine Woche bei drei Personen ist etwas übertrieben.

Ich werde es also wieder tun. Heute ist Samstag und somit Markttag und ich gehe gleich auf die Jagd. 😉

Salad in a jar

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In Amerika kann man schon fast wieder von Hype sprechen. Gab es vor ein paar Monaten nur vereinzelte Rezepte und Tipps zum Salat im Glas, ist das (englischsprachige) Netz inzwischen voll davon. Bei Interesse googelt man einfach mal nach „Mason Jar Salad“.
Ja, die Mason Jars … lange Zeit war die Abwesenheit dieser in Deutschland mein Hauptgrund mich NICHT am Glassalat zu versuchen. Mason Jars sind so viel hübscher als alles was ich in Deutschland finden konnte. Und die Optik ist nun mal die halbe Miete …

Nach vielen Recherchen und persönlichem Anschauen der bekannteren Marken wie z.B. Weck, Leifheit und Quattro Stagioni entschloss ich mich schlussendlich zunächst für die preisgünstigste Variante aus dem Supermarkt. Glücklicherweise ist ja gerade Einmachzeit. Für 4 Schraubdeckelgläser 750ml im Nullachtfuffzehn Design zahlte ich 3,99€.

Salat im Glas, was soll das überhaupt?

Wir sind hier 4 Personen, die alle gerne Salat essen. Und ab und zu essen wir zu unterschiedlichen Zeiten und sogar an verschiedenen Orten. Als ich das erste Mal Mason Jars mit Schichtsalat gefüllt sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Tolle Idee; ich mach einfach den Kühlschrank voll mit verschiedenen Gläsern und jeder nimmt sich was und wann er mag. Es ist gesund und sieht optisch auch noch verdammt ansprechend aus! Und er soll sich richtig geschichtet bis zu einer Woche halten!

Gestern war Markttag. Und ich war HOCHMOTIVIERT. Also kaufte ich Etliches frisch auf dem Markt, noch ein paar zusätzliche Dinge im Supermarkt und stürmte mein Küche.

Vorab hatte ich mir bereits grob Gedanken gemacht was für Salate ich so machen wollte. Genau nach Rezept arbeite ich in den wenigsten Fällen, aber inspirieren lasse ich mich immer gern 😉

Wichtig ist beim Einschichten in die Gläser nach einem bestimmten Schema vorzugehen, damit die Salate auch wirklich ein paar Tage knackig bleiben.

Eine sehr schöne Zeichnung was an welche Stelle gefüllt werden sollte findet sich hier.

Die erste Glasfüllung war ein Tomatensalat griechischer Art nach altem Familienrezept.

ca. 8 Mittelgroße Tomaten in mundgerechte Stückchen schneiden und in eine Schüssel geben. Pfeffern und salzen. Von einem Glas Peperoni (mild oder scharf je nach Gusto) etwas Lake dazugiessen, verrühren. Gleichmäßig auf den Boden dreier Einmachgläser verteilen, dabei vor allem darauf achten, dass die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt wird. Ein bis zwei Zwiebeln würfeln und auf die Tomaten schichten. Die Peperoni aus dem Glas kleinschneiden und auf die Zwiebeln schichten. Einige Scheiben Schafskäse reiben oder klein bröseln und als oberste Schicht einfüllen.

Und so sieht das ganze aus. Probiert haben wir diesen Salat heute auch schon. Sehr lecker, weil er so richtig schön durchgezogen war. Prädikat; glasgeeignet, mach ich wieder.

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Die zweite Füllung war ebenfalls ein Selbstgänger. Salat nach Caprese Art

Als unterste Schicht teilte ich reichlich Minitomaten im Ganzen auf die drei Gläser auf. Darauf goß ich eine Vinaigrette. (Balsamico, Olivenöl, Pfeffer, Salz). Darauf kam eine großzügige Schicht Basilikumblätter. Dann Mozzarella (klein geschnitten oder Minibällchen). Als oberste Schicht fügte ich noch frischen Spinat hinzu. (Ich verwende frischen Spinat schon seit einiger Zeit als Blatt-Salat Ersatz. Ist gesünder und schmeckt uns auch besser.)

Probiert haben wir diese Variante noch nicht, im Glas sieht es so aus.

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Der dritte Salat hatte es dann in sich. Rote Beete-Mango-Kichererbsen-Quinoa

Auf der Suche nach irgendeinem Salat mit Roter Beete stieß ich vor kurzem auf diesen Blogpost den ich unbedingt als Salad in a jar adaptieren wollte.

Ich hatte nur zwei frische Rote Beete (hätte gerne mehr sein können), die ich zunächst klein schnitt, mit einem hauch Olivenöl besprenkelte und im Backofen bei 180 Grad röstete. Zeitgleich bereitete ich auch die Kichererbsen vor. Die kleinen Scheisserchen brauchen ewig! aber bei mir im Schnellkochtopf „nur“ 45 Minuten.
Quinoa muss auch vorgekocht werden. (Quinoa findet man bspw. von Alnatura bei DM) Die Zubereitung ist total einfach und das Zeug hat mich vor einiger Zeit bereits von seiner Vielfältigkeit überzeugt. Wenn also all dieser Kram fertig gegaart und wieder abgekühlt ist muss nur noch geschichtet werden. Ich entschied dass die Kichererbsen am unempfindlichsten seien und nach unten müßten. Zusammen mit klassischer Balsamico-Vinaigrette. Darauf dann auch aus optischen Gründen eine Schicht Rote Beete, eine Schicht kleingehackte Minzblätter, Quinoa und ganz oben die kleingeschnittene Mango. (Ich hatte eine Mango für alle drei Gläser)

Ich hab diesen Salat heute schon probiert und bin sehr angetan. Beim nächsten Mal werde ich etwas mehr Rote Beete und etwas weniger Mango nehmen, aber ansonsten ein Gaumenschmaus!

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Der nächste Salat hat mir am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Ceasars Salat und was zum Geier sollte ich als unterste Schicht zum Dressing tun?
Ich hätte schwören können irgendwo schon mal ein Ceasars Salad in a jar im Netz gesehen zu haben, konnte den aber nicht mehr wiederfinden. Schlussendlich endschied ich mich marinierte Putenbrust zu braten und als erstes einzuschichten. Das Ceasars Dressing hab ich tatsächlich auch selbstgemacht. (150g Mayo, 75g Yoghurt, 3 EL Zitronensaft, geriebenen Parmesan, Pfeffer, Salz und 3 Zehen frisch gepreßten Knoblauch mit dem Stabmixer bearbeitet) Auf die Fleischschicht verteilte ich gehobelten Grandano Parmigiani und darauf den in mundgerechte Stücke gerissenen Römer Salat. Oben drauf noch ein paar Croutons (zwei Scheiben Toast, leicht angetoastet und mit Olivenöl in der Pfanne geröstet)

Da ich von allen diesen Zutaten sehr viel hatte bereitete ich auch gleich eine Portion zum Sofortessen für uns. War sehr lecker!

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Nach zwei komplizierteren Salaten wollte ich nun wieder etwas simpleres. Ich entschied mich für „Nudelsalat“
Nur dass es bei mir Kritharaki sein sollten. Die finde ich sowohl optisch als auch geschmacklich für Salat angnehmer.
Als unterste Schicht entschied ich mich für ein Glas in Öl marinierte getrocknete Tomaten, die ich klein schnitt und samt ihrer Marinade auf die drei Einmachgläser verteilte. Darauf kam etwas geriebener Käse und ein paar Basilikumblätter, klein geschnitten. Dann eine Schicht gebratener Bacon in mundgerechten Stücken, darauf die Kritharaki und zum Abschluss noch etwas klein geriebener Parmesan.

Mein Mann aß diesen Salat heute Mittag und wir befanden ihn gemeinsam für durchaus sehr lecker!

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Als nächstes zerbrach ich mir wieder den Kopf. Vom Markt hatte ich Rucola mitgebracht und ich war wild entschlossen diesen mit Erdbeeren zu kombinieren. Fehlte nur noch eine unempfindliche Schicht für den Boden mit dem Dressing. Auf einigen Rucola-Erdbeer Salat Rezepten waren Walnüsse verarbeitet, manche enthielten Avocados. Ich beschloss beides zu benutzen. Ich hab noch keine Ahnung ob diese Schichtung geglückt ist, probieren werde ich morgen.
Die Walnüsse habe ich eine halbe Stunde im Ofen geröstet (bei 150 Grad) und grob zerhackt als unterste Schicht eingelegt. Als Dressing gab es wieder eine Vinaigrette, diesmal eine helle. Darauf schichtete ich in Scheiben geschnittene Erdbeeren und gewürfelte Avocados. (Die müssen gleich nach dem Schneiden mit Zitronensaft beträufelt werden, sonst werden sie braun.) Zum Abschluss dann besagten Rucola.

Optisch finde ich es sehr ansprechend, ob es schmeckt wird sich morgen zeigen …

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Ich hatte inzwischen schon mehrere Stunden in der Küche verbracht und schaute mich um was noch so übrig war an Gemüse. Ein Sammelsurium. Und ich beschloß mir keine weiteren tiefgründigen gedanken mehr zu machen und zu schichten was mir so unter die Finger kam. Unter die Finger kam mir aber zunächst ein Kilo frische Erbsen, die von mir aus der Schale befreit werden wollten. Was für ein Aufwand. Aber frische Erbsen sind selten und zu lecker!

Sammelsuriumsalat Nummer eins bestand aus (von unten nach oben)
Frische rohe Erbsen, Vinaigrette mit Kräutern und Knoblauch, kleingeschnittene Paprika, gekochter Schinken, kleingeschnitten, geraspelten Möhren, Gurkenstückchen und Radieschenscheiben.

Über den hat sich meine Tochter gleich her gemacht. Sie liebt Salat mit Schinken, Gurken und Paprika und war sehr zufrieden damit. Die Vinaigrette fand sie großartig und auch die Erbsen mochte sie sehr gerne.

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In Sammelsuriumsalat zwei packte ich alles was noch übrig war.
Kleingeschnittene Gurken, geraspelte Möhren, gehobelte Radieschen, eine Quinoa/Kaviarlinsen-Mischung vom Vortag, Schafskäse in Scheibchen, geröstete Pinienkerne und den restlichen Spinat.

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Last but not least brachte ich noch ne menge Obst vomMarkt mit. es ist ja gerade Beerensaison und da kann ich nicht widerstehen. Auch Obst wird von allen Familienmitgliedern am liebsten in Salatform gegessen. Und so mixte ich Erdbeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Nektarinen, Pink Grapefruit und Bananen zu einer bunten Mischung zusammen. Und da ich schon dabei war, hab ich gleich ein paar Gläser damit bestückt. Kleinere. Mal sehen wie die sich so halten, vor allem da sie nicht gestapelt sind …

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Am Ende dieser Woche werde ich hier noch einmal ergänzend berichten wie sich der rest des salates so gemacht hat. Stay tuned.